Google+ und die Stille im web2.0

Sieht auf den ersten Blick doch ganz nett aus. Nur Homberle ist mit mir befreundet. Hier ist es schön still, man kann Urlaub von Facebook machen, wenn einem da die ständigen Posts seiner zahlreichen „Freunde“ zu viel werden. Vielleicht sollte ich mir erst gar keine Freunde bei google+ anschaffen. Eine fast leere Seite ohne Post hat schon etwas Ästhetisches. Wozu ich dann google+ überhaupt brauche, wenn ich es nicht nutzen möchte, um mit meinen „Freunden“ mitzuteilen, dass ich nichts zu sagen habe?
Richtig. Ich brauche es nicht. Genauso wenig wie meinen Facebook-account. Und doch habe ich einen… Dreht sich alles ein bissl im Kreis. Aber das Grundgefühl des web2.0 ist nunmal das der Redundanz, aus der heraus nichts Neues kommen kann, sondern nur Unbekanntes, von dem ich noch keine Notiz nahm, weil es mich auch gar nicht interessierte.
Also genieße ich noch ein wenig die Stille. Da kann man sich mal erholen…

Lieber Herr Samsung,

vor beinahe einem Jahr entschied ich mich, mein altes Handy durch ein modernes Smartphone zu ersetzen. Die Wahl des richtigen Geräts stellte sich mittelschweres Problem heraus, sich für eine Seite der fernmündlichen Dialektik entscheiden zu müssen: Google oder Apple. Gulag oder Einzelhaft? Die Borg oder die Ferengi? Wie immer man es auch beschreiben möchte, die Alternativen schienen mir beide wenig reizvoll. Irgendwann fiel mir Ihr hauseigenes Betriebssystem bada auf, das übersetzt „Ozean“ heißt.

Umzug von Lynkeus-Turm

Ah, sieht schön aus hier.

Der Gedanke, das Blog auf „neutralem“ Boden weiterzuführen, stand schon einige Zeit im Raum, aber aufgrund mangelnder technischer Kompetenz meinerseits zögerte ich. Seit Kurzem sind wir also Gast auf homberles server. Mit dem Umzug haben wir sicherlich ein Stück Unabhängigkeit gewonnen. Damit folgen wir einem der Grundprinzipien des Internets, wie ich es verstehe. Unabhängigkeit, ja Freiheit kann uns Google nicht bieten.