Vogelbräu meets Disneyland in Riga

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Auf mehrfache Empfehlung (lonely planet, lokales Infoblatt, Rezeption im Hotel) sind wir gerade im Lido. Ein unfassbar großes Holzhaus mit drei Etagen. Darin ein riesiges Selbstbedienungsrestaurant mit einer Auswahl von 500 Gerichten!!! Absolut zu empfehlen sind die Hühnerspieße, der Rest sah auch lecker aus. Die Deko ist sowas von kitschig, dass einem fast der Appetit vergeht, wenn man zu lange hinschaut. Um das Restaurant herum sind ein paar Fahrgeschäfte, eine lettische Version von Småland und ein Pferd zu finden. Für die Erwachsenen schenken sie selbst gebrautes Bier aus, das aber nach nicht viel schmeckt. Gerade fängt eine Countryband an zu spielen und die Letten werden so langsam warm und fangen an zu tanzen.Truck Stop in Riga… Im Übrigen ist der hiesige Schnaps durchaus trinkbar. Er heißt “schwarzer Balsam“ und schmeckt wie eine Mischung aus Becherovka und Jägermeister. Achja, das ganze hier ist keine Touristenfalle, alles ist in Lettisch  ausgeschildert, sondern richtet sich nur an Einheimische. Und die haben hier richtig Spaß.

Kulinarisches Zwischenfazit aus Riga

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Gestern in Riga angekommen. Die Autobahnen in Lettland sind deutlich schlechter als in Litauen, dafür ist noch weniger Verkehr auf den Straßen. Hier fahren sogar Pferdefuhrwerke auf der Autobahn!!! Jetzt sind wir erstmal bis zum 13.8. in Riga. In kulinarischer Hinsicht kann ich aber ein erstes Fazit ziehen. In Litauen sind Knödel (Cepelinai) ganz groß. Gekocht, gebraten, fritiert, gerne mit Fleisch gefüllt. Mindestens ebenso beliebt sind Pfannkuchen in jeder denkbaren Ausführung. Über die Schweineohren brauch ich ja nichts mehr zu sagen.

Soweit die Füße tragen – Expedition ins russische Grenzgebiet

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Nach einem erholsamen Tag am Stand wollten wir heute Europas größte Sanddüne erklimmen und und von dort weiter zu russischen Grenze, von der wir ohnehin nur drei Kilometer entfernt sind. Vom Gipfel aus wandten wir uns in Richtung der russischen Exklave Kaliningrad. Verlassenen Pfaden folgend stapften wir durch die spärliche Vegetation, bis ein Zaun unsrem Weg ein Ende setzte. Allerdings war das nicht der erhoffte Grenzzaun, sondern ein Naturschutzgebiet. Ein blaues Schild warnte vor dem Betreten, ein gelbes vor gefährlichen Insekten. Dass die Warnung des gelben Schildes berechtigt war, stellte sich umgehend heraus. Schwärme aggressiver Insekten erzwangen unseren Rückzug. Während ich weitgehend verschont blieb, bekam Verena einiges ab. Ein Stich am Bein wurde so groß, dass wir uns überlegen, ihm einen Namen zu geben. Vorschläge werden dankbar entgegengenommen. Aber das gute alte Fenistil entfaltet bereits seine wunderbare Wirkung. Trotz aller Widrigkeiten geben wir aber nicht auf: morgen fahren wir mit dem Wagen zur Grenze und singen dort zweistimmig “Nikita“. Danach geht’s weiter nach Lettland…

Kurische Nehrung und litauische Autobahnen

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Nach unserem gestrigen Ausflug nach Trakai war es heute morgen Zeit, unsere Zelte in Wilna abzubrechen. Insgesamt eine Stadt, die man jedem empfehlen kann, der Ruhe und Gelassenheit sucht. Viele kleine Geschäfte, Bars und Cafés, nette Leute. Hier haben sich die mutigen Litauer Ende der 80er Jahre gegen die scheinbar übermächtige Sowjetunion aufgelehnt und ihren Teil zum Sturz dieses Systems beigetragen. In Trakai dagegen schlägt das historische Herz Litauens. Die nicht ganz authentisch wieder aufgebaute Burg beherbergt ein Museum, das nicht nur die glorreiche Geschichte des mächtigsten Litauers Vytautas, im Übrigen ein Enkel des legendären Gedeminas, vergleichbar nur mit Karl dem Großen oder Arnold Schwarzenegger,  zeigt, sondern vor allem Artekfakte, die nichts mit Litauen zu tun haben. Man kann eine große Sammlung von Pfeifen bewundern, ausgestopfte Großwildkatzen und allen möglichen anderen Kram.

Uzupis und Schweineohren

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Moin,
gestern haben wir also die Republik Uzupis besucht. Ein kleines Viertel in Wilna voll mit verrückten Leuten. Aber wie so oft sind auch hier schon ein paar Wohlhabende zugezogen, die ein paar Häuser bezogen haben, die den besten Blick über die restliche Stadt bieten. In 10 Jahren wird sich dieses Viertel sehr verändert haben. Genaueres über die Republik Uzupis und vor allem deren Verfassung findet man sicherlich bei google. Spannende Sache. Am späten Nachmittag servierte die Bedienung zum Bier die berühmten geräucherten Schweineohren. Was soll ich sagen, man kann sie essen… Ich denke aber, dass sie mit jedem Bier besser werden. Fritiert wären sie sicher auch nicht schlecht.

Wilna

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Viele Grüße aus der Hauptstadt Litauens. Hier geht’s ziemlich gemütlich zu. Kaum Verkehr, wenig Touristen, dafür viel zu sehen und viele kleine Cafés zum Entspannen.
Hier gibt es einen Staat im Staat: die Republik Uzupis, mitten in der Stadt. Eine Ansammlung von Künstlern und Fre
igeistern, die sich Ende der 90iger eine eigene Verfassung gaben, die jedem Bürger erlaubt, “sich wie ein Hund zu fühlen und zu verhalten “.
Genauer untersuchen wir diesen Staat erst morgen.