Vom Stolpern! Fazit des persönlichen Twitterexperiments

Technisch gesehen kann das Experiment als halbwegs erfolgreich bezeichnet werden, obwohl ein paar Fotos den Weg durchs Netz scheinbar nicht gefunden haben. Sie treiben jetzt wohl als Datenschrott zerstückelt in kleine Packet rund um den Globus. Sei’s drum, schade ist es dennoch ein wenig. Ansonsten kann ich sagen, dass wenn ich alles getwittert hätte, was mir so durch den Kopf ging, ich wohl nur mit gesenktem Kopf durch die riesigen Messehallen gestolpert sein würde. So hätte ich natürlich viel weniger Eindrücke aufnehmen können und entsprechend weniger twittern können. Ein circulus vitiosus der modernen Kommunikation. Als mir auffiel, dass ich ohne den Kopf zu heben durch die Hallen lief, anderen Leuten im Weg stand oder meine Begleiter aufhielt, und ich zudem den Eindruck hatte, halbe Hallen nicht wirklich gesehen zu haben, habe ich weniger getwittert. Vielleicht funktioniert es besser, wenn man in einer Kaffeepause schreibt… Aber so oft kann nun auch nicht Pause machen, obwohl es reichlich Gelegenheit dazu gegeben hätte,denn an jeder Ecke befand sich ein Café. Aber im Sitzen bekommt man halt nicht so viel mit, worüber man twittern könnte. Noch ein Problem also! da müsste man mal über eine Lösung nachdenken. Aber wenn man sich meine und die zahlreichen anderen Tweets zur Buchmesse anschaut, erkennt man schnell, dass die anderen auch nicht viel wichtiges zu sagen haben, oder einfach nur nachplappern, was sie von wieder anderen aufgesschnappt haben. Offenbar zählt der Gehalt der Nachricht weniger als ihre bloße Existenz. Das scheint vielleicht sowohl das Grundübel als auch der große Vorteil von Twitter und des gesamten web 2.0 zu sein.

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