Endlich

Ach, was bin ich erleichtert.

In den letzten drei Jahren gewann dieses demokratisch gewählte Geschwür der Unmenschlickeit stetig Sympathisanten. Ungerecht.Abgehängt.Besorgt.Vergessen.Belogen.Betrogen.Und.Überhaupt.Der Flüchtling.

Ernst nehmen. Sorgen. AFD. Heilsbringer.

Nun.Chemnitz.Maaßen.Seehofer.

Bitte nachmachen

Dies ist für alle, die schon einmal in einer Warteschleife festhingen. Just made my day!

Die Klitsche um die es geht, ist wohl eine belgische Telekommunikationsfirma, deren Telefonsupport so unterirdisch ist, dass denen das mal vor Augen geführt werden musste.

Ein Abend mit Wolfgang Ambros

Nach Textzeilen wie

Ich fühl‘ mich wie der Jesus
Mir tut das Kreuz so weh
oder

es lebe der Zentralfriedhof oder

meine Herrschaften – heroinspaziert oder

wen er einmal gerufen hat – den holt er sich auch – Der Watzmann

fühle ich mich irgendwie so – hmm – analog. Da passt es wie – verzeihung – Arsch auf Eimer, dass ich heute eine Werbung von Hülsta sah, die ich ganz einfach großartig finde, und  die es für mich auf den Punkt bringt, obwohl mir das tanzende Etwas im Vordergrund etwas überflüssig erscheint und ich die blanken Zahlen als unwichtig empfinde. Die schiere Wucht, von Musik erschlagen werden zu können, ist für mich Aussage genug – also – werft Ipods nach mir und versucht mich zu treffen.

Sandkastenspiele

In der Ukraine gewann vor einigen Monaten die Künstlerin Kseniya Simonova die Fernsehshow „Ukraine’s Got Talent 2009“, was wohl das Pendant zum „Supertalent“ bei RTL oder so ist. Und wisst ihr womit die gewonnen hat? Sie „malt“ in einem mit Sand befüllten Leuchtkasten, wobei das kein klassisches Malen, sondern eher ein Geschichten erzählen mit flüchtigen Bildern ist. Ihr Thema: die deutsche Besatzung der Ukraine während des 2. Weltkrieges. Klingt abgefahren? Dann solltet ihr euch das Video anschauen. (gefunden bei Spreeblick)

War’s recht?

Die Frage hat sich irgendwann einmal ihre Selbstverständlichkeit am Ende der Nahrungsaufnahme erarbeitet. Sie wird gestellt. Immer.

Sie ist oft unterschiedlich in ihrer Form, hat aber dennoch jedes Mal dasselbe Ergebnis: Kaum einer sagt das, was er eigentlich sagen möchte. War’s recht? Hat’s geschmeckt? Waren sie zufrieden? Die Variation der Frage ist ähnlich beliebig wie die Antwortmöglichkeiten: Sehr gut. Sehr lecker. Wunderbar – nur viel zu viel…

Ich esse gerne. Und weil dem so ist, besuche ich in unregelmäßigen Abständen auch mal das ein oder andere Restaurant meines Vertrauens. Ich quäle mich durch die Karte, was bei mir immer viel zu lange dauert, weil die meisten Fresstempel einen Wettbewerb untereinander ausfechten, wer mit dem Umfang der Speisekarte näher an Goethes Gesamtwerk rankommt. Ein Pils später ist die Bestellung dann meistens doch abgegeben, ein weiteres Pils später ist das eben bestellte da. Essen.

Facepalm

Den Ausdruck „Facepalm“ habe ich vor einigen Wochen zum ersten Mal in einem anderen Blog gelesen und nach kurzem vor Augen führen dieser Handlung (Dict.cc sagt dazu: „die Hand vors Gesicht schlagen“) musste ich mal wieder neidlos anerkennen, dass sich die englische Sprache manchmal einfach der kürzeren, prägnanteren und vor allem treffenderen Bilder bedient.

Der Grund, warum ich das schreibe ist einfach. Denn vor wenigen Minuten habe ich, wie in letzter Zeit leider häufiger, ein(e) facepalm gemacht, ich habe mir also die Hand vors Gesicht geschlagen. Ich kam nach Hause und nach der Fernsehberichterstattung eines Ereignisses, das ich hier nicht näher beschreiben möchte, landete ich beim ZDF – Kerner lief. In fünf Tagen ist Bundestagswahl und da darf ein Gespräch unter Experten auch am Dienstag Abend nicht fehlen. Nach einigen apathischen Minuten wurde ich wachgerüttelt.

Once

once

Einfach alles anders machen, mit kleinem Budget und auch sonst sehr beschränkten Mitteln. Mal den umgekehrten Weg beschreiten: Musiker spielen Schauspieler – nicht andersherum. Das ganze noch mit einer feinen Geschichte und fantastischem Soundtrack versehen, schon ist die Idee eines Independent-Films auch ganz nah dran am sonst so unwahrscheinlichen kommerziellen Erfolg geboren.
„Once“ erzählt die Geschichte zweier Namenlosen dicht am Rande der Gesellschaft. Hier bin ich schon beim ersten bemerkenswerten Alleinstellungsmerkmal: Die zwei hauptdarstellenden Musiker, im wahren Leben Glen Hansard (The Frames) und Markéta Irglová, stellen sich für den Zuschauer nie namentlich vor. Zwei unbekannte, die sich zufällig auf der Straße bei des Mannes eigentlicher Leidenschaft – seine Lieder in den Einkaufsstraßen Dublins mit niemals gespieltem sondern stets wahrem Herzblut darzubieten – lernen sich über Nebensächlichkeiten (ihr kaputter Staubsauger, den er, gelernter Staubsaugerreparateur, reparieren kann) kennen. Sie finden schnell heraus, dass für beide die Musik ein nicht unerheblicher Bestandteil ihres ansonsten tristen Lebens ist. Geblendet von zu viel Hollywood-Schund malt man sich schon die weitere Geschichte aus: der erste Kuss, Schwören der ewigen Liebe, Plattenvertrag und Erfolg bis zum Abwinken. Nicht hier. Die zwar vorhandenene aber niemals gespielt wirkende Annäherung der beiden verläuft fast schon kindlich naiv. Die Schlüsselszene des Films findet in einem Musikgeschäft statt.

Ausnahmsweise ein paar Links

Ich weiß, ich weiß – das soll kein Link-Blog sein und wird es auch nicht werden. Ich bin heute allerdings auf eine – vielleicht nicht ganz neue – aber in dieser Form und Qualität für mich bisher unbekannte Kunstform aufmerksam gemacht worden, die ich unbedingt teilen muss:
Das „Literal Music Video“

Da werden einfach mal die zum Teil wirklich sinnfreien und in keinster Weise zum Inhalt des Liedes passenden Videos einiger Künstler zurechtgerückt. Exemplarisch zwei wirklich großartige Vertreter: